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Fünf Fragen an: VOCER-Herausgeber Leif Kramp

5. November 2013

Herausgeber? Für den Duden „jemand, der ein Druckwerk herausbringt“. Nicht so bei VOCER – Leif Kramp, einer unserer Herausgeber, steckt mittendrin im digitalen Mediengeschäft, wie der Kurz-Check beweist.

Foto: Mario Sixtus Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Foto: Mario Sixtus Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Warum machen Sie bei VOCER mit?
Wir haben uns VOCER von vornherein als Projekt mit zwei Säulen vorgestellt: Einerseits fördert VOCER breite gesellschaftliche Debatten über die Rolle von Medien in unserem Leben, andererseits verbindet VOCER  journalistische Nachwuchsförderung mit Bildungsprogrammen zur Förderung von Medienkompetenz, die der Verein für Medien- und Journalismuskritik über sein Medialab anbietet. Ein solch unabhängiges gemeinnütziges Projekt ist in Deutschland bislang einzigartig und zwei Jahre nach seinem Start spannender denn je.

Was machen Sie sonst so?
Als Kommunikations- und Medienwissenschaftler forsche ich am ZeMKI, dem Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen, zu unterschiedlichen Fragen rund um den digitalen Medienwandel. Zum Beispiel untersuche ich, wie sich der Journalismus durch die fortlaufende Transformation mediatisierter Gesellschaften und Kulturen verändert, zum Anderen aber auch, wie wir mit unserem Medienerbe umgehen und welche Bedeutung Medien für unsere Lebenswege haben.

Was außer VOCER darf in der täglichen Lektüre nicht fehlen?
Das kommt natürlich darauf an: Wer sich speziell für Medienthemen interessiert, findet in den Branchendiensten Meedia, Kress, DWDL und Turi2 einen aktuellen und recht breitgefächerten Überblick. Die Medienrubriken von Süddeutsche.de (und die Medienseite der Süddeutschen Zeitung), aber auch das Handelsblatt inkl. Website sind weitere wichtige tägliche Informationslieferanten. Es ist heutzutage außerdem unentbehrlich, sich über die Social Media Streams von wichtigen Akteuren des Mediendiskurses  (v.a. bei Twitter und Facebook) wie unter vielen anderen Jay Rosen, Jeff Jarvis, Clay Shirky, Wolfgang Blau oder Frank Schirrmacher über Ideen, Meinungen und Positionen auf dem Laufenden zu halten.

Ihr Wunsch für den Journalismus in Deutschland?
Mehr Offenheit: gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Nutzerinnen und Nutzern, aber auch gegenüber der Wissenschaft und Studierenden. Wir brauchen mehr Zusammenarbeit, auf allen Ebenen.

Ihr heißer Tipp für den Mediennachwuchs!
Lesen, lernen und kollaborieren. Dazu gehört auch der Blick über den Tellerrand, zu schauen, wie international mit neuen Formen und Funktionen im Journalismus experimentiert wird. Innovation im digitalen Journalismus ist voraussetzungsvoll und erfordert neben Talent ein fundiertes Wissen über das Handwerk und die Rolle des Journalismus für Gesellschaft und Kultur. Einzelgänger werden es zunehmend schwer haben. Wer sich offen und flexibel zeigt, sich Mitstreiter sucht und gemeinsam journalistische Projekte entwickelt, hat ernsthafte Chancen, auch abseits der etablierten Organisationen und Hierarchien groß rauszukommen und Einiges zu bewegen.

Zum Profil auf VOCER

Zur Website von Leif Kramp

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Warum sich das Medialab lohnt – unsere Fellows erzählen

30. Oktober 2013

Ein Teil des Medialab-Teams im Mai 2013 bei der re:publica in Berlin

Ein Teil des Medialab-Teams im Mai 2013 bei der re:publica in Berlin


Als vor einigen Wochen die neue Ausschreibung des VOCER Innovation Medialab online ging, haben wir unsere Fellows und Alumni gebeten, in ein paar Sätze den Reiz des Labs zu erklären. Das haben sie gesagt:

Mark Heywinkel, Alumnus 2013
Meine Zeit als Stipendiat im Medialab ist zwar vorbei, der Kontakt zu vielen netten und kompetenten Menschen aus den Medien bleibt aber bestehen. Über Projekte austauschen, feedbacken, Bier trinken – ich freue mich auch weiterhin darauf.
www.mediatopia.de

Oskar Piegsa, Stipendiat seit Juli 2013
Zuerst hatten wir eine Idee. Das ist schon mal ganz gut, aber noch nicht genug. Seit wir Stipendiaten im VOCER Innovation Medialab sind, haben wir zusätzlich zur Idee auch ein bisschen Geld, um sie umzusetzen, und Leute, die uns auf dem Weg dorthin begleiten. Viel mehr kann man sich für den Anfang nicht wünschen.

Tabea Grzeszyk, Alumna 2013
Die Leute von Vocer waren die ersten, die an unser Projekt Hostwriter geglaubt haben. Sie haben uns geholfen, den Zug auf die Gleise zu setzen!
www.hostwriter.org

Sandra Zistl, Alumna 2013
Das Medialab hat mich mit anderen kreativen Menschen zusammengebracht, die nicht nur tolle Ideen haben, sondern diese auch umsetzen. Es war außerdem der entscheidende Startschuss für Hostwriter!
www.hostwriter.org

Lisa Altmeier und Steffi Fetz, Alumni 2013
Das VOCER Innovation Medialab war verrückt und mutig genug, um uns zu unterstützen. Drei großartige Monate in Brasilien als persönliche Reporterinnen der Crowd wären ohne dieses Stipendium wahrscheinlich nicht möglich gewesen.
www.crowdspondent.de

Mareike Müller, Alumna 2013
Das Medialab bringt Ideen zum Blühen, die im alltäglichen Gedankenstrudel in unseren Köpfen verdorrt wären.
stry.tv

Christoph Brüggemeier, Alumnus 2013
Im Rahmen meines Vocer Innovation Medialab Stipendiums kann ich mit Menschen zusammenarbeiten, zu denen ich sonst nicht so einfach durchgedrungen wäre. Das Stipendium ist für mich Labor, Kontaktbörse und Kreativraum.
Digitales Morgen

Christin Jänicke, Stipendiatin seit Mai 2013
Das Vocer Innovation Medialab hat mir ermöglicht, dem klassischen Printjournalismus zu entfliehen. Bei „Rechtes Land“ kann ich nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Zahlen und Daten jonglieren und mein technisches Know-how erweitern.
www.rechtesland.de

Frida Thurm, Stipendiatin seit Mai 2013
Ohne Chefs und täglichen Ergebnisdruck einfach mal was ganz Neues ausprobieren – das Vocer Innovation Medialab gibt mir den Raum, abseits vom Tagesgeschäft an etwas zu arbeiten, das hoffentlich vielen Digitaljournalisten nützen kann!
Erste Schritte, djuum


Neugierig geworden? Wir stehen euch für Fragen zur neuen Runde des Medialabs zur Verfügung – schreibt einfach eine E-Mail an neumann(at)vocer.org.

Die Stipendien der zweiten Runde des VOCER Innovation Medialab werden gefördert im Programm „Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus“ der Robert Bosch Stiftung.

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Medialab-Bewerber, das sind eure potentiellen Mentoren 2014!

11. Oktober 2013

Liebe wissbegierige, innovationshungrige, experimentierfreudige Medienmacher, sofern ihr’s noch nicht mitbekommen habt: Wir haben wieder Stipendien im Rahmen unseres VOCER Innovation Medialab ausgeschrieben. Dieses Mal haben die drei zu vergebenden Fellowships für das erste Halbjahr 2014 einen wissenschaftsjournalistischen Schwerpunkt.

Wir freuen uns sehr, entsprechende Experten gewonnen zu haben, die den zukünftigen Fellows als Mentoren von Anfang an zur Seite stehen werden: Thomas Hallet, Cinthia Briseño und Berndt Röttger. Hier stellen die drei sich vor.


Thomas Hallet

Thomas Hallet, WDRWissenschaftsjournalist und Diplom Media Manager, leitet das Ressort Wissenschaft (Fernsehen) des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Brauer und studierte danach Agrarwissenschaften an der Universität Bonn. In den Journalismus kam Hallet über ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung zur Förderung wissenschaftsjournalistischen Nachwuchses. In diesem Rahmen absolvierte er Hospitanzen beim WDR und bei der „Zeit“. Seit 1990 ist er nun beim WDR, war dort über viele Jahre Redakteur der populären Wissenschaftssendung „Quarks & Co“. Seit 2010 ist er auch nebenberuflich Dozent für Interactive Media an der Internationalen Filmschule Köln.

Herr Hallet, warum sind Sie Mentor und was bringen Sie mit? Wer heutzutage Journalist werden will, der braucht vielleicht mehr denn je Ermutigung und Förderung. Und wer heutzutage Journalist ist, der muss sich vergewissern, welche Herausforderungen und Chancen die Veränderungen der Medien für seine Arbeit bedeuten. Mentoring ist für mich deshalb ein Geben und Nehmen. Ich freue mich auf den Dialog mit dem Nachwuchs.

Dr. Cinthia Briseño

cinthia_briseno_300Sie studierte Biochemie an der Privatuniversität Witten/Herdecke und promovierte 2006 am Helmholtz Zentrum München im Fachbereich Virologie. Anschließend nahm sie am Mentoring-Programm für Wissenschaftsjournalismus der Bertelsmann Stiftung teil und kam über diesen Weg zur Medienwelt. Im Jahr 2007 begann sie als Redakteurin bei der „Stuttgarter Zeitung“ und stuttgarter-zeitung.de. 2009 wechselte sie in das Wissenschaftsressort von „Spiegel Online“ und wurde dort 2010 stellvertretende Ressortleiterin. Seit Anfang 2012 leitet sie das neu gegründete Ressort Gesundheit.

Frau Briseño, warum sind Sie Mentorin? Das Mentoring-Programm bei der Bertelsmann Stiftung hat mir einst die Tür zur Medienwelt geöffnet. In meinen diversen Praktikumsstationen wurde ich dabei von großartigen Mentoren betreut und habe viel von deren Erfahrungsschatz profitiert und gelernt – noch heute stehe ich mit einigen von ihnen im regen Austausch.

Was bringen Sie mit? Ich freue mich riesig, nun meinen Erfahrungsschatz aus der Welt des Wissenschaftsjournalismus mit Nachwuchsjournalisten teilen zu können. Im Laufe meiner Karriere habe ich ein tolles Netzwerk mit verschiedenen Wissenschaftsjournalisten aufbauen können und ich hatte Einblicke in viele verschiedene Redaktionen. Was ich also mitbringe: zahlreiche Kontakte und das Wissen darüber, wie die einzelnen Redaktionen so ticken.

Berndt Röttger

Berndt_Röttger_300Röttger ist Mitglied der Chefredaktion des „Hamburger Abendblatts“. Seit 1983 arbeitete er als Journalist für Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen, arbeitete zunächst nach dem Volontariat als Politik-Redakteur bei der „Recklinghäuser Zeitung“ und wechselte 1989 zum „Abendblatt“. Ab 1995 baute er hier das Wissenschaftsressort auf, das er bis 2007 leitete. 2011 übernahm er die redaktionelle Leitung der App-Entwicklung für das „Abendblatt“. Röttger setzt sich zudem seit vielen Jahren unter anderem als Jury-Mitglied der Robert Bosch Stiftung, Dozent der Fachhochschule Hannover oder in gemeinsamen Projekten mit der Universität Hamburg für die Förderung des journalistischen Nachwuchses ein.

Herr Röttger, warum sind Sie Mentor und was bringen Sie mit? Ehrlich gesagt: Ich habe diesem Beruf wahnsinnig viel zu verdanken – viel Wissen (gerade auch aus den zwölf Jahren als Leiter es Wissenschaftsressorts), viel Neues, ein spannendes berufliches Leben, viele spannende Momente und unendlich mehr (auch viel persönliches). Und davon möchte ich einfach etwas weitergeben.

Und was bringen Sie mit? Auf jeden Fall einen ganz, ganz ausgedehnten beruflichen (etwas anderen) Tauchgang in die Wissenschaft: Nach dem Start in Kultur-, Lokal-, und Politikredaktion zwölf Jahre eintauchen in die Wissenschaft, als Ressortleiter zurück in den Lokaljournalismus und schließlich als Mitglied der Chefredaktion verantwortlich für das „Große Ganze“. Kurz gesagt: 30 Jahre Berufserfahrung in allen Bereichen und Ressorts. Print ebenso wie Online, Wissenschaft ebenso wie Politik, Vermischtes oder Lokales.


Ihr habt Interesse, von einem dieser drei Hochkaräter unter die Fittiche genommen zu werden im kommenden Jahr? Oder kennt jemanden, für den das genau das richtige sein könnte? Dann bewerbt euch – bis zum 17. November läuft die Frist für die nächste Runde des VOCER Innovation Medialab. Wir freuen uns auf eure Einsendungen! Alles Weitere erfahrt ihr auf www.vocermedialab.org.

Diese Stipendien der zweiten Runde des VOCER Innovation Medialab werden gefördert im Programm „Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus“ der Robert Bosch Stiftung.

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Reeperbahn Festival Revisited: Podcasts der VOCER-Panels

9. Oktober 2013
Nathalie Sonne, Carolin Neumann, Anette Novak und Robert Drakogiannakis beim Reeperbahn-Festival-Panel "Communities Revisited"(Foto: @mprove CC BY-NC 2.0)

Nathalie Sonne, Carolin Neumann, Anette Novak und Robert Drakogiannakis beim Reeperbahn-Festival-Panel „Communities Revisited“ (Foto: @mprove CC BY-NC 2.0)

VOCER goes Reeperbahn Festival 2013. Wir waren kürzlich als Medienpartner live vor Ort bei der Digitalkonferenz des Hamburger Festivals und mit mehreren Leuten vor Ort, die alle von der doch sehr einzigartigen Atmosphäre dieses Festivals schwärmten, auf dem man sich tagsüber fachlichen Input holte, beim Lunch neben coolen Musikertypen in Lederjacken in der Lounge saß und abends nach den letzten Veranstaltungen zu Lieblingsbands und Neuentdeckungen Richtung Nacht sprang.

Wir freuen uns natürlich sehr über Rückblicke wie diesen von Martina Pickhardt:

Was mich am Reeperbahn-Festival am meisten begeistert hat, ist die nahtlose Integration ins echte Leben. Keine künstliche Kongress-Atmosphäre, aber natürlich auch keine dichte Musik-Festival Stimmung. (…) Dazu kommt, dass alle Vorträge, die ich mir angesehen habe, durchweg so klasse waren, dass ich auch gerne länger zugehört hätte. Dem Medienanalysten Ken Doctor zum Beispiel hätte ich gerne den ganzen Nachmittag gelauscht. Sehr bedauerlich, nein, irritierend, das dort so wenige Medienmacher anwesend waren.

Wer nicht dabei war oder die von uns präsentierten Veranstaltungen verpasst hat, kann sie hier dank Matthias Mueller-Prove zum Teil als Podcast nachhören:

Wir sind froh und stolz, ein Teil des Reeperbahn Festivals 2013 gewesen zu sein, und freuen uns – in welcher Kapazität auch immer – schon auf das kommende Jahr!

Was im September wichtig war

2. Oktober 2013

Den VOCER-Newsletter können Sie hier abonnieren und dann ganz bequem monatlich per Mail zugeschickt bekommen.

Liebe Leserinnen und Leser,

der September war ein aufregender Monat für das VOCER-Team: Als Medienpartner des Reeperbahn Festivals hatten wir unter anderem Anette Novak und Ken Doctor zu Gast und haben über die Zukunft des Journalismus, moderne Communitys und starke Medienmarken gesprochen. Der interdisziplinäre Ansatz des Reeperbahn Festivals, neben Konzerten in diesem Jahr auch eine Digitalkonferenz zu veranstalten, war dafür eine wunderbare Möglichkeit. Wir werden auch in Zukunft für Sie unterwegs sein.

Fast parallel haben unsere Medialab-Fellows bei der Social Media Week in Berlin ihre Projekte präsentiert . Genau wie wenige Tage vorher bei der ersten internen VOCER-Tagung in Hamburg, wo wir uns nicht scheuten, ein bisschen albern auszusehen .

Im Oktober bleibt es übrigens spannend, denn gerade haben wir die nächste Stipendienrunde eingeläutet – wir sind sehr gespannt auf die Einreichungen!

Beste Grüße,
Ihre VOCER-Redaktionsleiterinnen
Carolin Neumann und Annika Stenzel
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Journalism meets Social Media: Unser Event auf der Social Media Week Berlin

12. September 2013

Im Netz entstehen immer wieder junge journalistische Projekte, deren Gelingen, Scheitern oder grundsätzliches Funktionieren von der Aufmerksamkeit abhängt, die sie über Social-Media-Kanäle auf sich lenken können. Nur wie begeistert man das potentielle Publikum via Facebook, Twitter, Youtube oder Instagram von seinen Ideen? Und wie bindet man die Zuhörerschaft langfristig?

Dog plays dead to avoid bath time

Social Media Week BerlinBeispiel Youtube: Jeden Monat schauen sich über eine Milliarde Zuschauer mehr als sechs Milliarden Stunden Videomaterial an. Pro Minute landen 100 Stunden Bewegtbild auf dem größten Internet-Videoportal der Welt. Klingt super, doch journalistische Projekte gehören leider nicht zu den Klick-Gewinnern im Netz. Zu den meistgesehenen Videos in den USA zählen derzeit Unterhaltungskracher wie „Dog plays dead to avoid bath time“, gefolgt von „ARE YOU GAY?!?“, in dem sich zwei Teenies im Bett unterhalten. Wo bleibt der Journalismus? Klickt nicht. Oder?

Next exit: Unternehmerjournalismus

Ob journalistische Inhalte im Netz ihr Publikum finden, ist keine Frage der Qualität, sondern zuallererst ihrer Sichtbarkeit. Was nicht geteilt, geliked oder kommentiert wird, existiert nicht – die Shareconomy entscheidet. Damit werden soziale Netzwerke immer wichtiger für den journalistischen Erfolg.

Darüber wollen wir diskutieren – bei unserer VOCER-Veranstaltung am Donnerstag, 26. September, im Rahmen der Social Media Week Berlin. Bei diesem Event, das sich an Journalisten, Web-Entrepreneure und Projektstarter richtet, erzählen Stipendiatinnen und Stipendiaten des VOCER Innovation Medialab von ihren Projekten und ihrem Umgang mit Social Media. Best-Practice-Beispiele, Triumphe und Niederlagen sollen dabei zu einer Diskussion und zum Austausch anregen.

Zu den vorgestellten Projekten zählen u. a.:

Crowdspondent, ein Liquid-Journalism-Projekt, das sich der Recherche von Themen in Brasilien widmet
St_ry, ein TV-Format, das den Zuschauer aktiv in die Themenfindung mit einbezieht
Hostwriter, eine neue Plattform zum Austausch von Journalisten weltweit
Mediatopia, ein E-Book über innovative journalistische Projekte und ihre Macher

Meldet euch jetzt an!


Das VOCER Innovation Medialab ist eine Exzellenzinitiative des Verein für Medien- und Journalismuskritik (VfMJ) und vergibt Innovationsstipendien an junge Medienmacher. In Kürze beginnt eine neue Ausschreibungsrunde. Setzt euch jetzt auf unsere Mailingliste, um informiert zu werden, wenn’s los geht!

Was im August wichtig war

4. September 2013

Den VOCER-Newsletter können Sie hier abonnieren und dann ganz bequem monatlich per Mail zugeschickt bekommen.

Liebe Leserinnen und Leser,

trotz Syrien-Konflikt, NSA-Affäre und der bevorstehenden Wahl wirbeln die Medien selbst dieser Tage wieder einmal den meisten Staub auf: Die neuerliche Zerreißprobe beim „Spiegel“ ist ein superpeinlicher Showdown, wie ihn die Branche – zumindest bei den Sittenwächtern an der Hamburger Ericusspitze – so noch nicht erlebt hat. Wer als Sieger aus dieser öffentlichen Schlammschlacht hervorgehen wird, das weiß offenbar nicht einmal die übermächtige Mitarbeiter KG. Bleibt nur zu hoffen, dass das Sturmgeschütz der Demokratie wegen des internen Dauerzwists keinen bleibenden journalistischen Imageschaden erleidet. Überhaupt gibt es derzeit wichtigere Themen als diese endlos geführte Personaldebatte – auch und vor allem für den „Spiegel“.

Gut, dass sich VOCER von derlei Hypes nicht so leicht anstecken lässt: In unseren Dossiers reportieren, reflektieren und räsonieren die Autoren lieber über die Themen und Fragen, die ihnen drängend erscheinen – etwa die medienpolitischen Konsequenzen aus dem Sommerschlussverkauf bei Springer oder der Bedeutung von Whistleblowern für die Mediengesellschaft. Bleiben Sie deshalb uns und den nachhaltigen Themen der digitalen Gesellschaft gewogen.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr Stephan Weichert
(VOCER-Herausgeber)
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